Stadtverband Neukirchen-Vluyn

MIT Neukirchen-Vluyn - Mittelstand NV im Rathaus

 

von rechts: Michael Darda, Ursula Wehrmann, Claudio Griese und Peter Martin bei der
Übergabe des Gastgeschenkes

weserbergland 2009 003

Mittelstand aus Neukirchen-Vluyn wird im Rathaus in Hameln empfangen

Vor 725 Jahren lockte der Rattenfänger von Hameln mit seinem Flötenspiel 130 Kinder aus der Stadt und verschwand mit ihnen auf Nimmerwiedersehen. Am vergangenen Wochenende folgten 33 Mitglieder der CDU Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Neukirchen-Vluyn den verlockenden Ankündigungen ihres Vorsitzenden Michael Darda zu einer Studienfahrt ins Weserbergland. Anders als die Kinder in der Sage sind die Besucher vom Niederrhein allerdings wieder zurückgekehrt.

Der Tourismus spielt in Hameln eine große Rolle. Zwei bis drei Millionen Tagesgäste werden pro Jahr gezählt. Während der Sommermonate wird jeden Tag auf einer Bühne im Zentrum von Hameln das Rattenfängerspiel "Rats" aufgeführt.

Zum Auftakt der durch Herrn Michael Darda vorbereiteten Studienfahrt wurde die Delegation aus Neukirchen-Vluyn im Hochzeitshaus der Stadt Hameln von der Bürgermeisterin Ursula Wehrmann (Grüne), dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, Claudio Griese und seinem Stellvertreter, Peter Martin, empfangen. Die Bürgermeisterin sprach wegen der großen Fachmesse und des Forschungsinstituts auch von der Solarstadt des Nordens. Ein weiterer Hauptarbeitgeber ist die Firma Vorwerk Teppiche in Hameln.

Verwundert reagierten die Mitreisenden, als es zur Besichtigung des Volvo-Werks in Hameln ging. Wer erwartet schon Walzen, Muldenkipper oder Teermaschinen von dem schwedischen Automobilhersteller. Geschäftsführer Heukrodt be- richtete, dass die Hamelener Firma ABG (Allgemeine Baumaschinen Gesellschaft) vor zwei Jahren von Volvo über- nommen worden sei und in Hameln jetzt rd. 500 Mitarbeiter beschäftige. Die Zahl der Beschäftigten sei zurzeit nur zu halten, weil es das Instrument der Kurzarbeit gebe. Die Wirtschaftskrise beschert dem Unternehmen nämlich aktuell einen Produktionsrückgang um 70 %.

Eine zweite Gruppe der MIT besichtigte die Stadtwerke Hameln und das städtische Biogaswerk.

Frau Mehren berichtete über die Entwicklung des Unternehmens seit einigen Jahren. Neben der Strom-, Gas- und Wasser- versorgung tritt das Unternehmen als Energieproduzent auf. Neben der Biogasanlage wird auch ein Wasserkraftwerk betrieben. 5 % der Energieerzeugung kommen jetzt aus "eigenen Quellen". Das Ziel ist, auf 10 % zu kommen. Nicht gerne hörten die Mittelständler, dass die Stadtwerke Betreiber von Parkhäusern und des öffentlichen Nahverkehrs geworden sind.

Eine Fahrt durch das wunderschöne Weserbergland bildete am Sonntag den Abschluss. Stationen waren das Schloss Fürstenberg mit Porzellanmuseum (einige verweilten nicht ohne Grund länger im Werksverkauf der Porzellanmanufaktur), die Hansestadt Höxter, Schloss Hehlen und Schloss Hämelschenburg. Nicht auf dem Programm, aber umso beein- druckender war die Tanzeinlage der Formation "Boogie@Motion" aus Karlsruhe, die im selben Hotel wohnte und gerade den zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Rock and Roll und Boogie in Hameln belegt hatten, zudem amtierende Weltmeister sind. Für Musikbegleitung für diese improvisierte Showeinlage im Frühstücksraum des Hotels sorgten ganz exzellent Herbert Paschmann (Gitarre) und Dieter Postulart (Mundharmonika).

(See attached file: Weserbergland 2009 003.jpg)Im Bild von rechts: Michael Darda, Ursula Wehrmann, Claudio Griese und Peter Martin bei der Übergabe des Gastgeschenkes